Pfingsten 2010
Freitag, 21. Mai 2010 - die Anreise
Stefan und ich starteten gegen 18:40 Uhr mit dem Gespann und holten Karin von der Firma ab. Wir fuhren also mit dem Wohnwagen mitten in die Stadt!
Nach dem volltanken ging es endgültig los. Wir machten nur eine Pause und waren um 23:15 Uhr bereits am Ziel: vor dem Campingplatz Pineta in Savudrija.
Gesamtkilometer Anreise: 332; Fahrzeit inklusive Pause: 4 Stunden 10 Minuten!
Wir parkten "im großen Kreisverkehr" direkt vor den Bootgestellen und ich genehmigte mir erst mal mein "ich bin da - Bier". Wir setzten uns auf die Mauer der Mole und lauschten dem beruhigendem plätschern der Wellen. Und dann war es soweit - das erste mal "freistehen" war da....
Es war eine angenehme Nacht.
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unser Standplatz in der ersten Nacht
Am Samstag stand ich schon kurz nach 07:00 Uhr auf und spazierte zur Rezeption des Campingplatzes. Kurze Zeit später waren Karin und ich schon mit einem Plan der Anlage unterwegs und suchten uns ein Plätzchen. Der Platz war noch sehr leer und in der ersten Reihe war noch recht viel frei. Doch wer die Wahl hat, hat die Qual. Wir konnten uns anfangs nicht entscheiden; schließlich stellten wir uns auf Parzelle 253. Ein wirklich schönes Plätzchen mit toller Aussicht aufs Meer. So weit vorne sind wir noch nie gestanden - es lebe die Vorsaison!
unsere Parzelle
Nach dem raschen Aufbau spazierten wir erst mal den ganzen Campingplatz ab und schauten uns um. Dann erkundeten wir die nähere Umgebung und fanden so auch eine Bank wo wir gleich mal wechselten.
Campingplatz: Strandbereich Leuchtturm-Standplätze
Wir schwangen uns dann auf die Räder und fuhren, die meiste Zeit die Küste entlang, immer wieder durch Ferienanlagen kommend, bis nach UMAG. Dort schauten wir uns zuallererst die große Marina an.
die Marina von UMAG Pfarrkirche Hlg. Maria und hlg. Pelegrin
Dann stellten wir die Fahrräder am Trg Slobode ab und besichtigten die Stadt.
Da sich der Himmel ziemlich rasch verdunkelte fuhren wir auf direktem Wege, also über die Bundesstraße, zurück zum Campingplatz.
Fahrradkilometer hin und retour: 21
Das Abendessen nahmen wir dann im "Grill Ravna Dolina", nördlich des Leuchtturms, ein.
Das Essen war gut und beim bezahlen gab es ein Schnapserl!
Stefan und ich setzten uns dann noch ins Restaurant Feral am Campingplatz und schauten uns das Champions-League Finale Inter Mailand : Bayern München an.
3. Tag, Sonntag, 23. Mai 2010
Nach dem ausgezeichneten Frühstück mit frischem Weißbrot und leckeren Mehlspeisen fuhren Stefan und ich schnell mit dem Rad ums Eck nach Basanija (gleich nebenan) und holten beim dortigen Supermarkt Fleisch und Cevapcici für das Abendessen.
Dann starteten wir das Auto und fuhren nach BUJE:
Wir fanden in Zentrumsnähe einen Parkplatz und schauten uns dann die Altstadt mit den vielen verwinkelten Gassen und uralten Häusern an. Wir sahen unter anderem die Kirche Sveta Marija Milosrdnica (heilige Maria die Barmherzige) und die Pfarrkirche Sveti Servul mit dem freistehendem Glockenturm.
Buje: Sveta Marija Milosdnica (hlg. Maria die Barmherzige)
Nach ca. einer Stunde und jeder Menge Fotos fuhren wir weiter nach NOVIGRAD.
Auch dort hatten wir Glück und konnten in Zentrumsnähe das Auto parken.
Novigrad hat eine nette Altstadt mit Resten der Stadtmauer und einer tollen Promenade rund um den Altstadtkern. Wir besichtigten die Pfarrkirche Sveti Pelagid, auch heilige Maria und heiliger Maximus genannt und den davorliegenden Kirchplatz Veliki Trg.
Nach jeder Menge Fotos - ein Motiv reiht sich hier ans andere - fuhren wir weiter nach POREC.
Dort stellten wir das Auto am großen Parkplatz vor der Stadt ab und spazierten erst mal auf der Promenade rund um den Altstadtkern. Dann begannen wir das Gassengewirr zu erkunden und stärkten uns erstmal.
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Porec: Promenade Palast Sincic
Wir sahen dann unter anderem: den ehemaligen Barockpalast Sincic, jetzt Heimatmuseum; das Romanische Haus und die Hauptsehenswürdigkeit von Porec: die Euphrasius-Basilika.
Dort bestiegen Stefan und ich den Glockenturm (10 Kuna/Person) und genossen die Aussicht von oben.
Euphrasius-Basilika
Schließlich fuhren wir zum Campingplatz zurück und rasteten erst mal vor dem Wohnwagen.
Gesamtkilometer der Rundfahrt: 88
Als nächstes war Sport angesagt: wir spielten eine Partie Minigolf!
Danach grillten wir unsere vormittags besorgten Schmankerl und genossen das Abendessen mit Aussicht auf das Meer und den Sonnenuntergang!
Den Montag begannen wir mit "faul sein", dann folgte ein langer Campingplatzspaziergang mit Leuchtturmbesichtigung (von außen).
Nach dem Mittagessen setzten wir uns an den Strand und ich ging sogar kurz schwimmen! Es war gar nicht so kalt - wenn man mal im Wasser ist....
Am Nachmittag fuhren wir mit den Rädern nach Savudrija. Ich wollte eine Stelle finden von wo aus ich nach Piran und Portoroz schauen konnte. Das gestaltete sich schwieriger als erwartet. Wir kamen im Hafen nicht weiter, dort war die Straße aus; dann standen wir auf einmal vor militärischem Sperrgebiet; wir fanden dafür durch Zufall ein ehemaliges, inzwischen verfallenes Herrenhaus: die Villa Cesare in Stanicija Grande.
Savudrija Villa Cesar
Schließlich kamen wir nach Alberi. Dort befindet sich ein nagelneuer Hotel- und Appartement-Komplex: Kampinski!
Und von dort hatte ich endlich meine gewünschte Aussicht auf Piran und Portoroz.
Piran Portoroz
Nachdem die gewünschten Fotos endlich im Kasten waren radelten wir zum Campingplatz zurück. Aus dem "kurzen Abstecher" sind dann doch noch fast 15 Radkilometer geworden...
Diesmal fotografierte ich den Sonnenuntergang bei den Bootgestellen:
Danach speisten wir im Restaurant Feral und ich genoss 3 Stück Makrelen mit Mangold! War ausgezeichnet!
Am Dienstag standen wir schon recht zeitig auf - es war gerade mal 07.00 Uhr vorbei.
Nach dem Frühstück packten wir und kurz vor 10:00 Uhr fuhren wir in Richtung Heimat.
Kurzer Stau an der Grenze HR/SLO; dann ohne Probleme bis Postojna durchgefahren und dort erstmal vollgetankt.
Gegen 11:30 Uhr stellten wir das Gespann am gebührenpflichtigen Parkplatz vor der Tropfsteinhöhle Postojnska Jama ab. Wir kauften Tickets und kurz nach 12:00 Uhr fuhren wir schon mit dem Zug 2 Kilometer in den Berg hinein.
Dort wurden wir dann ca. 3 Kilometer durch den Berg geführt. Es hatte 8 Grad im Inneren des Berges! Die deutsch sprechende "Reiseleiterin" erklärte uns allerhand über die Tropfsteine und die Höhle selbst. Am Ende des Rundganges warteten wieder die Züge und brachten uns wieder ins Freie.
Beim Auto zogen wir uns wieder unsere Sommerkleidung an und fuhren gleich weiter zum nächsten Ziel in 10 Kilometer Entfernung: zur Burg Predjamski Grad; dem ehemaligem Versteck des rebellischen Ritters Erasmus Lueger!
Dort bekam ich gerade noch einen Parkplatz für das Gespann und wir besichtigten die Burganlage. Hinter der Burg, also IM Berg liegt ein großes Höhlensystem.
Sehr sehenswert.
Danach traten wir endgültig die Heimreise an. Um 18:35 Uhr waren wir wieder zu Hause!
Heimreisekilometer mit Ausflug Postojna: 351
Gesamtkilometer: Auto: 772; Fahrrad: ca. 40
Fazit:
Der Campingplatz Pineta hat eine ausgezeichnete Lage, in der Vorsaison ist dort jede Menge Platz. Die Parzellen sind sehr groß.
Die Städte Buje, Umag, Novigrad und auch Porec waren bei unserem Besuch angenehm zu erkunden. In der Hauptsaison sind die Gässchen sicher überlaufen und die Parkplätze nicht so ausreichend vorhanden wie zu unserer Reisezeit im Mai.
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