ein paar Tage in Prag
Oktober 2009
Mittwoch, 28. 10. 2009:
Wir waren gerade 10 Tage auf Malta und sind morgens in Wien-Schwechat gelandet.
Im Postamt Schwechat musste ich schnell meinen Führerschein abholen. Dieser wurde postlagernd dorthin gesendet…..
Und dann ging es los: 4,5 Stunden und 318 Kilometer später waren wir in unserem Hotel, dem Eurohotel, in Prag.
Unser Mittagessen haben wir kurz nach der Grenze AT/CZ zu uns genommen.
Die Anreise zum Hotel war dank „Lisa“, unserer neuesten technischen Errungenschaft überhaupt nicht stressig! Vor dem Abflug nach Prag kaufte ich noch ein Navi, ein TomTom.
Nach dem Zimmer beziehen, welches wir reserviert hatten, spazierten wir 10 Minuten ins um die Ecke liegenden Einkaufszentrum Chodov. Dort kaufte ich erst einmal eine neue Speicherkarte für die Digicam. Auf der anderen Karte waren nämlich schon 1000 Fotos drauf – von Malta!
Anschließend aßen wir hervorragend und günstig zu Abend. Nach einem kleinen Einkauf im dortigen Supermarkt gingen wir wieder ins Hotel und ich trank dort noch gemütlich ein Bier.
Wir waren „etwas“ müde; seit 03:30 Uhr auf den Beinen, 30 Kilometer Busfahrt, 1374 Kilometer Flug und 318 Kilometer Autofahrt verständlich….
Am zweiten Tag starteten wir nach dem Frühstück mit unserem Kulturprogramm.
Wir kauften ein Ein-Tages-Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel und fuhren mit der Metro zum Wenzelplatz. Dann gingen wir zu Fuß weiter und sahen uns zuerst den Glockenturm St. Heinrich und dann den Platz der Republik an. Hier stand auch das alte Gemeindehaus und der Pulverturm.
Dann marschierten wir durch die Zeltnergasse zum Altstädter Ring.
Wir fuhren mit dem Lift auf den Rathausturm und machten jede Menge Fotos!
Anschließend nahmen wir an einer Führung durch das alte Rathaus und dessen Kellergewölbe teil.
Um 13:00 Uhr sahen wir, und 100erte andere Touristen das Uhrwerkspiel der Rathausuhr.
Tele sei Dank konnte ich aus den letzten Reihen alles super sehen und fotografieren!
Danach war eine Pause angesagt und wir wählten ein schickes Plätzchen gegenüber des Rathauses dafür aus. Wie sich später herausstellte waren wir im Cafe eines besseren Hotels eingekehrt. Dies war natürlich auch auf der Rechnung nicht zu übersehen – was solls – wir haben Urlaub und man gönnt sich ja sonst nichts.
Übrigens: die insgesamt 3 Mehlspeisen und 3 Kaffee schmeckten hervorragend!
Nach einer Runde am Altstädter Ring gingen wir ins jüdische Viertel. Dort besichtigten wir eine Synagoge (Fotografierverbot) und schauten uns den alten jüdischen Friedhof an. Eintritt: 300,00 CK pro Person und fürs fotografieren noch mal 40 CK!
Anschließend machten wir eine einstündige Schifffahrt auf der Moldau. Wir saßen mit Jacke an Deck, es hatte ca. 5 Grad und wir vermissten irgendwie den vorletzten Tag auf Malta: kurze Hose, T-Shirt, plus 25 Grad……
Naja, das war lange her, 2 Tage…..
Nach der Schifffahrt spazierten wir die Moldau entlang und kamen so bis zur Karlsbrücke. Es war inzwischen finster geworden und so konnte ich einige Nachtaufnahmen machen!
Auf der Suche nach einer Metrostation fanden wir dann rein zufällig ein Hardrockcafe! Super, zuerst waren wir noch nie in einem und in diesem Urlaub gleich in zwei!
Nach weiteren Nachtaufnahmen, diesmal vom Altstädter Ring und vom Rathaus begaben wir uns auf die Suche nach einem urigen Restaurant. Am Wenzelplatz wurden wir fündig und in einem Restaurant im Keller speisten wir zu Abend!
Dann sind wir mit der Metro wieder zum Einkaufszentrum Chodov zurück gefahren und nach 10 Minuten zu Fuß waren wir im Hotel wo wir an der Bar noch einen Schlummertrunk zu uns nahmen!
Am Freitag, unserem dritten Tag fuhren wir wieder mit einem Tagesticket (100 CZ) ins Zentrum, diesmal mit einmal umsteigen. Unser erstes Ziel war das tanzende Haus.
Von dort spazierten wir die Moldau entlang bis zur Karlsbrücke. Unterwegs haben wir das Nationaltheater fotografiert und so sehr ich mich auch bemühte – wir kamen nicht rein….
Wir sind natürlich auf den Brückenturm gestiegen und machten bei Postkartenwetter jede Menge Fotos bei dieser fantastischen Aussicht!
Eintritt für beide Brückentürme: 100,00 CK
Danach gingen wir, und noch ein paar hundert Touristen über die Karlsbrücke. Wir machten wieder „ein paar“ Fotos…
Auf der anderen Seite der Brücke sind wir wieder auf den Brückenturm gestiegen!
Danach haben wir die Mägen mit Snacks und Kaffee gefüllt und sind zum Hradschin, der Burg gehastet. Wir waren punkt 12:00 Uhr dort und sahen gerade noch (aus der 30. Reihe) die Wachablöse!
Ein Wahnsinn, was da Touristen waren…
Wir warteten dann das sich die Traube Menschen auflöste und schauten uns derweil alles vor der Burg an, unter anderem die Marien- oder Pestsäule und das Palais Schwarzenberg (von außen und den Hof).
Dann gingen wir in den Burghof um Eintrittskarten für die Burg zu erstehen. Wir waren 20 Minuten in der Schlange und schon hatten wir die Tickets (250,00 CZ/Person).
Als erstes gingen wir dann in den St. Veits Dom. In diesem wurden wir fast geschoben und beim Sarg des hl. Johannes Nepomuk wurden wir beinahe erdrückt – so voll war der Dom mit Touristen.
Eine Städtereise im Spätherbst ist doch nicht so das gelbe vom ei – oder liegt es an der Stadt?
Wir sahen dann die Statue des Prager Georg, den alten Königspalast mit Wladislaw-Saal, Ludwigstrakt, Allerheiligenkapelle und Reiterstiege. Gleich danach besichtigten wir die St. Georg Basilika, die eine recht ungewöhnliche „Form“ hatte – keine Kuppeldecke, rechteckiger Kirchenraum.
Schließlich erreichten wir das goldene Gässchen.
Dort schauten wir uns zuerst alle Häuser unten an und gingen dann in den ersten Stock. Dieser geht durchgehend durch fast alle Häuschen und beherbergt eine Ausstellung. Man bekommt alte Kleider, Waffen, Helme, Rüstungen. Schilder, Wappen,…..zu sehen und am Ende des Museums kann man sein Können mit einer Armbrust beweisen.
Zum Abschluss unserer Burgbesichtigung sahen wir uns noch den Turm Daliborka an.
Wir gingen noch kurz in den Park und genossen die herrliche Aussicht auf die Stadt.
Dann verließen wir den Hradschin über die alte Schlossstiege und spazierten unten durchs Viertel.
Ich besichtigte dann noch die schöne barocke Kirche St. Niklas (Eintritt 70 CK) .
Nach ein paar Dämmerungsaufnahmen sind wir mit der Metro wieder zum Einkaufszentrum Chadov gefahren und haben dort zu Abend gegessen!
Im Zimmer noch was getrunken und gepackt.
Und schon waren die paar Tage Prag vorbei.
Am nächsten Tag standen wir zeitig auf und fuhren nach Luxemburg. Stefans Praktikum war aus und wir holten ihn ab!
Nach Prag fahren wir sicher wieder einmal, mindestens 5 Tage, wenn nicht sogar eine Woche. Es gibt in dieser Stadt so viel zu sehen, da wird man nie fertig.
Wir haben uns die paar Tage die Hauptsehenswürdigkeiten herausgepickt und selbst da schafften wir nicht alles was wir uns vorgestellt hatten!
>>FOTOALBUM<<
 |