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Weihnachtsfahrt 2011
8. - 11. Dezember 2011
1. Tag, Donnerstag, 8. Dezember - Anreise
Wir mussten recht zeitig aus den Federn; unser Bus fuhr schon um 07:30 Uhr vom Postamt in Raaba ab.
Stefan und ich kamen sehr pünktlich an: 07:29 Uhr. Schnell das Gepäck verstaut und los gings: Abfahrt zu unserer diesjährigen Weihnachtsfahrt, nach Krakau, Polen!
Karin hatte nicht so recht Lust auf eine weite Reise und so fuhren nur Stefan und ich!
Die Anreise war wie erwartet: lang! Wir machten einige Pausen, aßen in Tschechien zu Mittag und erreichten gegen 18:30 Uhr unser Quartier: das Hotel Chopin.
Das Hotel hatte 3 Sterne, die Zimmer waren vielleicht etwas klein, egal - dort wurde ja nur geschlafen.....
Um 19:30 Uhr gab es Abendessen; Stefan und ich erkundeten danach noch zu Fuß die Umgebung des Hotels und anschließend rastete ich noch ein wenig an der Bar.
2. Tag, Krakau
Gleich nach dem Frühstück begann unsere Stadtführung. Wir hatten eine ausgezeichnete Führererin die eine super Route zusammengestellt hatte.
Das Altstadtzentrum erreichten wir in wenigen Minuten per Straßenbahn. Die Haltestelle war praktischerweise gleich ums Eck vom Hotel; das Füttern der Fahrscheinautomaten mit dem passendem Kleingeld war für die ganze Gruppe etwas mühsam, wurde aber auch perfekt von unserer Führerin abgewickelt!
Wir spazierten dann ein paar Stunden durch die sehenswerte Altstadt. Uns wurden schöne Plätze, alte Kirchen, sehenswerte Cafes, die älteste polnische Universität, Burgmauern, und vieles mehr gezeigt.
Unsere Reiseleiterin erklärte immer alles in perfektem Deutsch und verfügte über ein enormes Hintergrundwissen, das sie uns interessant näherbrachte!
Hier ist eine Liste der Sehenswürdigkeiten, die wir in dieser Reihenfolge besichtigt hatten:
Start war in der Nähe des Bahnhofs; von dort gingen wir zuerst zum Slowacki-Theater und danach zur Barbakane am Nordeingang zur Altstadt. Hier stehen noch Reste der ehemaligen, 3 Meter dicken Stadtmauer und eine Festung davor: die uneinnehmbare Barbakane.
Wir besichtigten das Florianstor - den Zugang zur Stadt, und spazierten dann zu einer der malerischsten Ecken von Krakau: die Ecke des ungläubigen Thomas.
Hier ist ein uriges, altes und sehr beliebtes Cafe: das Camelot!
Von dort spazierten wir gleich zu einem weiteren Cafe-Juwel in der Altstadt, dem Kawiarnia Jama Michalika. Hier traf sich schon um die Wende zum 20. Jahrhundert Krakaus künstlerische Elite, die Kabarettabende finden heute noch statt! Sehr sehenswert!
Nach einer Runde durch das Cafe marschierten wir zum ersten Mal über den Rynek, den Krakauer Marktplatz.
Das ist der größte mittelalterliche Platz Europas!
Ich schaute mir kurz die Tuchhallen und die Statue von Piotr Skrzynecki, einer Ikone des Krakauer Kulturlebens an und bemühte mich die Gruppe wieder einzuholen. Diese war schon auf dem Weg zum Collegium Maius, der ältesten Universität Polens.
Wir hörten wieder einiges Interessantes von unserer Führerin und betrachteten den schönen Innenhof mit seinem Brunnen, den Kreuzgängen und den verspielten Regenrinnen mit Drachenköpfen!
Unsere nächste Station war die Universitätskirche St. Anna, eine der schönsten Barockkirchen Polens.
Von dort ging es auf den Plac Szcepanski. Wir hörten einiges über das Stary Teatr (Altes Theater), das älteste Theater Polens. Außerdem steht hier ein schönes Jugendstilgebäude: der Palac Sztuki, der Kunstpalast.
Wir gingen zurück zum Marktplatz, überquerten diesen und besorgten uns Eintrittskarten für die gotische Marienkirche. Für das Fotografieren musste ich extra bezahlen.
Hauptattraktion der großen Kirche ist der große Hochalter von Veit Stoß. Dieser ist in 12 Jahren (!) detailverliebter Schnitzarbeit entstanden.
Wir waren dank der ausgezeichnet abgestimmten Besichtigungstour kurz vor dem Öffnen der Seitenflügel des Hochaltars vor Ort und bekamen einen super Stehplatz direkt davor!
Gleich nach diesem Erlebnis kam das nächste "Highlight": ein Trompetensignal vom Marienturm.
Dieses kurze Trompetensignal ertönt seit dem Mittelalter, ursprünglich zur Zeitverkündung und um vor Gefahren zu warnen!
Da ich mich etwas länger mit dem fotografieren in der Kirche aufhielt habe ich das Signal leider nicht so mitbekommen und außerdem die Gruppe aus den Augen verloren.
Bei der Suche nach meinen Mitreisenden umrundete ich die Kirche und schaute kurz am Maly Rynek, dem kleinen Marktplatz vorbei. Auch schön, auch tolle Fotomotive....
Mit Hilfe des Handys fand ich die Gruppe wieder.
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am Maly Rynek
An dieser Stelle wäre ein gemeinsames Mittagessen geplant gewesen. Stefan wollte in den Zoo von Krakau und so verabschiedeten wir uns von der Gruppe und statteten erst mal dem Hardrockcafe von Krakau einen Besuch ab. Nach dem Erwerb von 2 T-Shirts erkundigten uns in einer Touristeninformation nach dem Weg.
Die passende Straßenbahn hatten wir dann gleich gefunden und auch unseren Anschluss-Bus erreichten wir ohne Probleme!
Inzwischen fing es zu regnen an und so waren wir dann im Zoo die einzigen Besucher....
Den Krakauer Zoo gibt es schon seit 1929, hier tummeln sich mehr als 250 Tierarten und die ganze Anlage hat eine parkähnliche Atmosphäre.
Wir sahen einige Tierarten die Stefan besonders gut gefielen, unter anderem die Hyäne, Rentiere, einen Tiger, Schneeleoparden und Kängurus.
Wir schauten uns alles an - im Regen! Nach "ein paar" Fotos fuhren wir wieder zurück ins Zentrum und ich konnte ein paar Nachtaufnahmen machen.
Unser Abendessen im Hotel liesen wir aus - stattdessen speisten wir im "Rooster", ein Lokal ähnlich wie bei und das Hooters! Angenehme Atmosphäre, super Einrichtung, gutes Bier und ausgezeichnetes Essen!
Nach der Stärkung besuchten wir den Krakauer Christkindlmarkt am Marktplatz; wir sahen viel Handwerkskunst und schöne Stände!
Wir spazierten noch durch ein paar Gässchen und schauten uns einige Plätze an. Es war eine herrliche Abendstimmung: nasses Kopfsteinpflaster, beleuchtete Häuser,....
Schließlich fuhren wir mit der Straßenbahn zum Hotel zurück und ich kehrte dort noch kurz an der Bar ein.
3. Tag; Samstag, 10. Dezember
Nach dem Frühstück erwartete uns schon unsere Führerin und wir fuhren mit unserem Bus zur Burg von Krakau, der Königsburg am Wawel.
Hier lebten und regierten alle Könige von Polen.
Wir besichtigten zuerst den Waweldom. Leider habe ich hiervon keine Fotos: strengstes Fotografierverbot; überall "Wachen"!
Der Dom war sehr interessant, jede Menge Dekorationen und Kunstwerke sowie viele Särge der Könige!
Wir schauten uns danach den Schlosshof an und pausierten kurz im Andenkenladen.
Abstieg zum Busparkplatz; danach Abfahrt in den Stadtteil Kazimierz.
Dieser Teil der Stadt war früher ein eigener Ort, in dem hauptsächlich Juden lebten.
Wir besuchten ein sehr bekanntes Cafe, das Chajim Kohan in der Szeroka 1: hier wurden eine Näherei, der Laden eines Schuhmachers und ein Lager zu einem Restaurant/Cafe zusammengefügt! Die Außenfassade mit den Eingängen und Schaufenstern blieb bestehen! Ein herrliches Ambiente!
Nach der Rast fuhren wir mit unserem Reisebus nach Wieliczka; das liegt etwas außerhalb von Krakau. Dort besichtigten wir ein 700 Jahre altes Salzbergwerk.
Eintritt: 14 Euro; Fotografiergebühr: 3,00 Euro.
Wir gingen zu Fuß 93 Etagen zu je 8 Stufen nach unten; alles aus Holz; alles nach links!
Im Berg hat es ständig 12 - 14 Grad plus; für die Jacke war es bald mal zu warm!
Es gibt jede Menge zu besichtigen; die Führungen werden in vielen Sprachen abgehalten und finden 64 bis 135 Meter unter der Erdoberfläche statt.
Die Bergleute haben einiges geleistet; sie errichteten unter anderem drei Kapellen, jede Menge Statuen, Torbögen, Krippen, biblische Szenen, Monumente, Figuren, Reliefs - alles aus Salz!
Es gibt Unmengen an Stollen und Schächten. Der Großteil ist nicht für Touristen zugänglich!
Es gibt unter Tag ein Restaurant, einen großen Seminarraum, Salzseen, Museen,....
Ein benachbartes Sanatorium benutzt die Gänge um Atemwegsbeschwerden, Allergien, Asthma und Hautkrankheiten zu lindern.
Wir wurden zwei Stunden lang auf über 2 Kilometer Strecke geführt und erfuhren sehr viel über das Salzbergwerk.
Zum Schluss wurden wir in enge Liftkabinen verfrachtet und nach oben gebracht! Es war eng und dunkel in diesen Minikörben - nicht gerade Wohlfühlatmosphäre.....
Nachdem alle wieder oben waren gingen wir zum gemeinsamen (Nach-)Mittagsessen in ein Restaurant um die Ecke.
Anschließend fuhren wir wieder zurück in das Judenviertel, Kazimierz.
Unsere Führerin zeigte uns die wichtigsten Synagogen und Plätze.
Stefan und ich verabschiedeten uns wieder von der Runde und erkundeten die Beislszene in diesem interessanten Viertel. Die Gruppe fuhr mit dem Bus zurück ins Hotel!
Wir waren zuerst im Alchemia, dann in einem urigen Pub und schließlich im "Singer"! Dieses Lokal ist ein Hit: in den 80ern ein geheimer Treff; heute längst kein Geheimtipp mehr; Klezmer, Jazz und Filmmusik klingen aus den Boxen; viele Tische sind ehemalige Singer-Nähmaschinentische! Rote Wandtapeten, spärliches, stimmungsvolles Licht, düster und geheimnisvoll! Sehenswert!
Stefan findet sich immer sofort in jeder Stadt zurecht und so gab es auch kein Problem beim heimfahren mit der Bim!
Schlummertrunk an der Bar, zusammenpacken angefangen, Nachtruhe!
Sonntag, 11. Dezember - Heimreise
Naja, ein paar Tage sind für so eine Stadt natürlich viel zu wenig; aber um einen Eindruck zu bekommen und die "wichtigsten" Sehenswürdigkeiten herauszupicken reicht es allemal!
Die Heimreise war gleich aufregend wie die Hinfahrt: Frühstück; Bus; Mittagessen in Tschechien; Kaffeepause am Wechsel; Raaba/Graz.
Es war eine Interessante Reise; wir haben viel gesehen und Stefan und ich hatten unsere Gaude!
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