Herbsturlaub, Oktober 2010
Oberösterreich
Es war wieder mal Zeit etwas vom eigenen Land kennen zu lernen. Also buchten wir ein Zimmer in einem Bauernhof am Stadtrand von Linz.
Unsere Unterkunft war der Napoleonhof. Wir wurden hervorragend untergebracht und verpflegt!
Frau Elfriede Auinger vermietet die Zimmer im alten Bauernhof erst seit ein paar Jahren. Es war also noch alles neu!
Wir hatten eine Woche frei und wählten unsere Ausflugsziele recht spontan mit Hilfe der Landkarte und des Reiseführers aus.
In ST. PÖLTEN hatte ich etwas zu erledigen. Also verbanden wir das gleich mit einem Stadtbummel durch die niederösterreichische Hauptstadt.
Wir gehen bei den Stadtbesichtigungen meistens gleich vor. Zuerst suchen wir das Rathaus, denn dort ist meistens die Touristeninformation.
Bei dieser besorgen wir uns dann Stadtplan und Informationsmaterial über die Sehenswürdigkeiten.
Nach unserer Tour durch die Innenstadt von St. Pölten fuhren wir wieder zurück nach Linz.
Wir stoppten unterwegs kurz in Weitenegg und Sarmingstein.

Ruine Weitenegg Sarmingstein
Am nächsten Tag war unser erstes Ziel WELS.
Wir parkten sehr günstig im Zentrum: 1,00 Euro für 2 Stunden in der Zone!
Nach dem aufsuchen der Info spazierten wir durch die Stadt und kamen an mehreren Sehenswürdigkeiten vorbei:
Nach einer Jause beim Fleischer fuhren wir weiter nach EFERDING.
Dort gab es erst mal Kaffee und Kuchen in der alteingesessenen Konditorei Vogl am Stadtplatz.
Die Information war hier leider nicht besetzt, also erkundeten wir die Altstadt auf eigene Faust.
Wir besichtigten die Stadtpfarrkirche:
und das Schloss Starhemberg. Das Museum hatte leider schon geschlossen.
Eigentlich wollten wir als nächstes Ried ansehen. Doch der inzwischen eingesetzte Regen machte nicht gar so Lust auf einen Altstadtspaziergang...
Unsere Ausweich-Ziel war dann "einige" Kilometer entfernt. Wir fuhren nach MONDSEE.
Dort war das Wetter zwar nicht viel besser aber immerhin regnete es nicht mehr!
Wir schlenderten durch den Ort und spazierten auch zum See.
Es wurde dann recht schnell dunkel und so kehrten wir beim Kirchenwirt zum Abendessen ein.
Am nächsten Tag stand LINZ am Programm. In der Stadt selbst wollten wir uns nicht so viel ansehen, hier waren wir schon zwei Mal.
Wir waren nur kurz am Donauufer.

Brucknerhaus Blick auf Urfahr
Die meiste Zeit verbrachten wir in der Nähe des Quartiers, im Bezirk EBELSBERG.
Wir spazierten durch das Viertel und haben hier auch zu Abend gegessen.
Es folgte ein reiner Kulturtag:
Wir fuhren nach Sankt Florian und parkten gleich mal beim Stift ein.
Es war kurz vor 10:00 Uhr und wir eilten zur Kassa. Dort war kein anderer Tourist - nur die Kassiererin, welche uns erklärte das eine Führung erst ab 6 Personen möglich sei!
Na bravo - wir waren zu zweit!
Auf meine höfliche Frage ob ich denn den Zentralschlüssel auch so haben könnte bekam ich eine Absage....:-)
Nun, wir hatten Glück, ein paar Minuten nach unserer "Diskussion" kamen noch mehr "Kulturbegeisterte". Die Führung konnte also stattfinden!
Es war dann sehr interessant und uns wurde viel erzählt/erklärt. Dauer: 01:20 Stunde; Kosten: 7,00 Euro/Person.
Hier ein paar Eindrücke:
Gleich im Anschluss besichtigten Karin und ich das unmittelbar nebenan liegende Feuerwehrmuseum.
Eine große und sehr interessante Sammlung.
Das viele schauen machte hungrig. Wir fuhren zum "historischen Stadtplatz" und kauften beim Bäcker eine gute Jause ein. Diese verzehrten wir auf einer Parkbank am sehr gepflegten Stadtplatz.
Unser nächstes Kulturobjekt war das Schloss Hohenbrunn.
Das dortige Jagdmuseum hatte wegen Renovierung eigentlich geschlossen, aber ein paar Blicke, ein paar Fotos,... geht immer....
Wir fuhren dann zum Freilichtmuseum Sumerauerhof. Dies war ein für dieses Gebiet typischer Bauernhof, baugleich mit dem wo wir wohnten.
Solche Höfe haben wir schon so oft gesehen und nun hatten wir endlich die Gelegenheit so ein Bauwerk genau zu inspizieren.
Der Eintritt war mit 2,50 Euro pro Person recht human.
Wir bekamen am Beginn der Runde sehr viel erklärt und wurden im Erdgeschoss herumgeführt.
Danach konnten wir den Rest des Hofes auf eigene Faust erkunden.
Es war immer alles gut beschrieben und die ganze Ausstellung war sehr interessant!
Gleich "um die Ecke" war das Schloss Tillysburg. Dieses war leider nicht "offiziell" zu besichtigen, es ist inzwischen ein Wohnhaus mit mehreren Wohnungen.
Nun, ein Blick ins Stiegenhaus und ein kleiner Spaziergang im selben war schon möglich...
Schließlich fuhren wir nach TRAUN.
Ein Parkplatz war schnell gefunden und nach dem ausfassen des Stadtplanes waren wir auch schon auf Tour.
Wir schauten uns zuerst die Pfarrkirche an und spazierten ein wenig durch die Gassen.
Dann besichtigten wir noch das ehemalige Wasserschloss Traun.
Nach einem Spaziergang im Schlosspark fuhren wir weiter nach ANSFELDEN.
Wir wollten Bruckners Geburtshaus ansehen, fanden es auch, aber: es hatte geschlossen!
Eine Besichtigung desselben ist leider nur an zwei Tagen in der Woche möglich!
Nach einem guten Abendessen liesen wir auch diesen Tag gemütlich ausklingen.
Am nächsten Tag fuhren wir zuerst ins knapp 60 Kilometer entfernte GREIN:
Dort fanden wir direkt am Hauptplatz einen Parkplatz und gingen gleich mal zum Rathaus.
In diesem war nämlich eine der Hauptsehenswürdigkeiten des Ortes untergebracht: das Stadttheater.
Es ist dies das älteste noch bespielte Theater Österreichs!
Eine Besonderheit desselben sind die Sperrsitze. Diese konnte man mieten. Man erhielt für die Dauer der Theatersaison einen zum Sessel passenden Schlüssel und konnte somit die Sitzfläche hochklappen und an der Lehne mittels Schloss befestigen!
Wir spazierten den Hügel rauf und schauten uns das Schloss Greinburg an. Auch das darin untergebrachte Schifffahrtsmuseum wurde besichtigt.
Eintritt: 4,00 Euro
Leider standen wir vor verschlossenem Tor. Auf die nächste Führung hätten wir länger warten müssen und nach einem Blick in den Reiseführer fuhren wir weiter nach GUTAU:
Dort war ein Färbermuseum zu besichtigen, das einzige seiner Art in Österreich.
Der Eintritt war mit 2,50 Euro recht günstig und die Führung sehr interessant.
Wir erfuhren einiges über Blaudruck und bekamen sogar ein paar Sprichworte erklärt!
So stammt zum Beispiel das "grün und blau schlagen" aus dieser Zunft.
Oder das "durch die Mangel drehen" sowie das einen "blauen Montag machen"!
Nach diesem interessantem Erlebnis fuhren wir weiter nach FREISTADT.
Wir schauten uns die gesamte Altstadt an und waren erstaunt über so viel gut erhaltene Burgmauer und Türme!
Hier ein paar Eindrücke:
Am vorletzten Tag unseres Urlaubes stellten wir das Auto zum Park & Ride Parkplatz in Ebelsberg (gratis!). Wir kauften uns je ein Tagesticket für die Linzer Öffis (3,60 Euro) und fuhren mit der Straßenbahn in die Innenstadt.
Wir spazierten durch die Landstraße und schlenderten am Hauptplatz durch die vielen Flohmarktstände.
In Linz waren wir ja schon und so besuchten wir diesmal keine der "Hauptsehenswürdigkeiten".
Wir spazierten einfach kreuz und quer durch die Altstadt und erklommen schließlich den Schlossberg.
Von der Terasse des Schlosses hat man eine herrliche Aussicht auf Linz und Urfahr!
Dann gingen wir an die Donau zum Lentos Kunstmuseum. Dort war das Hafenbüro von "Wurm & Köck".
Wir hatten morgens telefonisch zwei Plätze auf einem Schiff reserviert und fuhren nun nach ASCHACH und retour.
Das Wetter war herrlich, es war zwar recht kühl, aber die Sonne schien, der Himmel war blau!
Unser Schiff stromaufwärts war die "Passau".
Wir kamen an OTTENSHEIM vorbei und gingen dann in ASCHACH von Bord.
Ottensheim
In ASCHACH mussten wir kurz auf unser Schiff warten und die Zeit nutzten wir natürlich für eine kurze Besichtigung des kleinen Ortes:
Retour ging es mit der "Anton Bruckner". Beide Schiffe hatten freundliches Personal und gutes Bier zu moderaten Preisen :-)
Zurück in Linz machte ich noch ein paar Dämmerungs-/Nachtaufnahmen und dann speisten wir im Stieglbräu/Klosterbräu in der Landstraße zu Abend!
Tja, und schon war sie um - die Woche Urlaub!
Wir haben wieder einiges gesehen und ich muss gestehen das mir Linz immer sympathischer wird.
Die Parkgarage beim AKH z.B. kostete nur 1,00 Euro pro angefangener Stunde, die Tageskarte mit den Öffis 3,60 Euro, der Park & Ride Parkplatz in Ebelsberg ist gratis,.....
Oberösterreich hat viel zu bieten, es gibt viele gut erhaltene Altstädte, jede Menge Museen, Burgen, Schlösser und Stifte; wir haben lange noch nicht alles gesehen und werden sicher wiederkommen.
Für die, die ein günstiges Quartier in Linz brauchen kann ich unseres nur weiterempfehlen:
Urlaub am Bauernhof
Familie Auinger
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