Die Geschichte unseres Kanus:
Im Jahr 1997 sah ich auf Cres ein umgebautes Kanu. Dieses hatte auf einer Seite einen zusätzlichen Schwimmer und in der Mitte, auf dem Gestänge zum Schwimmer, einen Motor!
Diese Konstruktion gefiel mir sehr und der Gedanke an ein eigenes Boot lies mich den ganzen Winter 1997/1998 nicht mehr los!
Ich überzeugte noch zwei damalige Arbeitskollegen/Freunde von meiner Idee und im Frühjahr 1998 war es soweit - wir kauften uns zu dritt einen Canadier: Marke Bavaria Boote, Modell: Mustang!
Von einem pensionierten Kanubauer erwarb ich einen Schwimmer und auch ein gebrauchter Tomos-Motor mit 4 PS war bald aufgetrieben! Ich kaufte noch einen 10-Liter Kunststofftank und fertig war der Bausatz!
Der Schwimmer wurde mit zwei Gewindestangen "aufgerüstet", am Kanu wurden an der Oberseite 4 Befestigungslöcher gebohrt und mit Holz verstärkt. Dann kaufte ich noch ein Alu-Profil und fertigte daraus passende Befestigungsstangen für den Schwimmer sowie eine Motorhalterung an.
Das tolle an diesem Bausatz war der Transport des ganzen! Alle Teile außer dem Motor ließen sich bequem im Kanu unterbringen. Das Kanu konnte (fast) mühelos zu zweit auf und vom Autodach gehoben werden. Der Motor wurde stehend hinter dem Fahrersitz des Autos befestigt und so transportiert!
Der Zusammenbau des "Motorkanus" geht recht flott: Zwei Profilstangen werden mit 4 Gewindeschrauben und Flügelmuttern am Boot befestigt, dann steckt man den Schwimmer mit den fix montierten Gewindestangen durch das Aluprofil, Muttern drauf und das Boot ist fertig.
Man hängt noch den Motor drauf, schließt den Tank an und die Fahrt kann losgehen!
Transport
1998 nahm ich das Kanu mit nach Griechenland. Wir waren fast 6 Wochen unterwegs und das Boot kam einige Male zum Einsatz. Auf den Campingplätzen nahmen wir das Boot meistens aus dem Wasser und "parkten" es beim Zelt. Der Transport zum Wasser funktionierte mittels kleinem, zusammenlegbarem Bootwagerl!
Transport zum Wasser
Zusammenbau
Wir blieben mit dem Boot meistens in Küstennähe, machten aber auch längere Fahrten übers Meer, hier zum Beispiel nach Sami auf der Insel Kefalonia:
Wir legten natürlich direkt im Hafen an und vertauten unser Schinackel an der Mole!
das war auf der Insel Zakynthos, auch 1998. Fertig machen zur Ausfahrt, es ging zur blauen Grotte.
Auf Korfu machten wir einige tolle Ausfahrten mit dem Kanu. Es war ja einigermaßen leicht zu transportieren und so sind wir mit dem Auto nach Paleokastritsa gefahren und drehten dort eine Runde mit dem Boot zu den Klippen und der dortigen Grotte!
Von Sidari aus fuhren wir in eine tolle einsame Bucht am Kap Drastis! Wir kauften vorher genug Essen und Getränke und blieben dann fast den ganzen Tag dort. So etwas zu unternehmen ist schon herrlich - eine ganze Bucht für uns alleine! Das geht halt nur mit einem Boot!
Kap Drastis - eine ganze Bucht nur für uns
Im Jahr 2000 verbrachten wir unseren Urlaub auf den Inseln Rab und Krk.
Das Boot war wieder mit dabei und wurde ordentlich genutzt!
Bucht vom Campingplatz San Marino auf Rab, hier blieb das Kanu immer im Wasser
Ich hatte damals das Boot zwei Wochen, dann kam einer der Mitbesitzer nach und das Kanu blieb dann gleich bei ihm auf Krk.
am Campingplatz vertaut
Krk-Stadt, im Hafen
zu Besuch auf einer Insel
Kapitän Stefan
Dann war einige Jahre Ruhe, es folgten Urlaube ohne Boot. Doch 2004 war es wieder soweit, das Boot kam aufs Dach und wir fuhren auf die Insel Korcula. Wir wohnten dort in einer Pension und das Kanu ließen wir immer in "unserer" Badebucht!
in unserer Bucht
Panne am Meer: Gas-Seil defekt
2004 habe ich das Kanu leider zum letzten Mal genutzt. Die Mitbesitzer des Bootes fahren aber noch regelmäßig damit. So kommt es zum Beispiel am Packer Stausee noch jährlich zum Einsatz!
Der "Unfall":
2003 habe ich das Schinackel durch "ein Missgeschick" am Plattensee versenkt: Karin und Stefan waren an Bord, ich sprang mitten am See aus dem Boot und schwamm ein wenig. Beim Versuch in das Kanu zurückzukommen kippte das Boot und beide fielen ins Wasser......
Da wir leider die Schwimmhilfen/Auftriebskörper nicht montiert hatten sank das Boot binnen weniger Minuten und es schaute nur mehr die Spitze des Buges aus dem Wasser!
Wir mussten bis ans Ufer zurückschwimmen - und das war weit!
Fast schon am Ende unserer Kräfte wurden durch unsere Hilferufe Badegäste auf uns aufmerksam und sprangen sofort ins Wasser um uns zu helfen!
Mit zwei starken Männern schwamm ich noch mal raus auf den See um das Kanu zu bergen!
Wir verloren bei diesem Unfall einige Habseligkeiten und das Handy sowie die Kamera wurden auch nass und funktionierten nicht mehr...
Hauptsache uns ist damals nicht mehr passiert!
Naja, jedenfalls ist die Familie nicht so begeistert wenn ich vorschlage das Boot mitzunehmen....