ein Wochenende in Banovci:
13. - 15. August 2010
Karin hatte endlich wieder einmal Freitag und Samstag frei und das nutzen wir gleich für einen Wochenendausflug.
Ein Ziel war schnell gefunden, die Liste der Ziele die wir anfahren wollen ist ja recht umfangreich! Wir wählten den Campingplatz Terme Banovci!
Hier wollten wir schon seit längerem hin; die Wettervorhersage lautete "wechselhaft" und so passte dieses Ziel haargenau.
Wir fuhren zuerst nach Manning. Dort holten wir den eingestellten Wohnwagen und fuhren bei Radkersburg über die Grenze nach Slowenien.
Wir passierten Radenci und 2 Kilometer nach Verzej waren wir auch schon am Ziel:
Gesamtkilometer Anreise: 110, davon 73 mit Wohnwagen!
Beim einchecken entschieden wir uns für einen Stellplatz am FKK-Gelände!
Die Parzelle war "bretteleben" und so war der Aufbau gleich erledigt: Teppich raus, Markise raus, 2 Sessel und den Tisch hingestellt - fertig!
Den Nachmittag verbrachten wir dann in der Therme, wir waren im Innenbecken und nutzen auch im Außenbereich verschieden Einrichtungen wie Sprudelmassage, das heiße Thermalbecken, Whirlpool,...
Dort hatten wir auch Gelegenheit die Speisekarte des SB-Restaurants zu studieren. War nicht gerade aufregend was dort angeboten wurde: Schnitzel, Kotelett, Pizzen,.... nichts besonderes eben!
Also fuhren wir später zum Abendessen nach Verzej, ins Restaurant (Okrepcevalnica) "Kasac"!
Dort liesen wir uns landestypische Speisen bringen und so kam ich in den Genuss von Kalbfleisch in einem Topf hervorragend gewürzter Suppe mit Heidensterz als Beilage. Das Essen war ein Gedicht!
Bei der Rückfahrt zum Campingplatz regnete es immer stärker, ein Gewitter war vorher schon niedergegangen und nun folgte der Regen. Wir nahmen also im Wohnwagen Platz und spielten noch eine Zeit lang Karten!
Am Samstag holten wir unser Gebäck beim pünktlich um 08:00 Uhr erschienenen Bäcker. Leider hatte dieser keine Butter in seinem Auto und so fuhr ich schnell in den Ort zum dortigen Geschäft und holte welche.
Nach dem Frühstück gingen wir für 2 Stunden in die Außenanlage des FKK-Camping-Bereichs.
Wir waren echt angenehm überrascht von dieser Ausstattung und dem Flair dieser Anlage. Was besonders toll war: es ging immer irgendwo ein Sprudel, entweder im Whirlpool oder bei den Unterwassermassagebänken oder die Wasserfälle/-strahlen. Und diese Sprudel gingen auch immer sehr lange, ich schätze mal 20 Minuten!
Wir ruhten dann noch etwas auf den in ausreichender Anzahl vorhandenen Liegen. Dies sollten wir abends bereuen, leider nicht eingecremt gewesen...
Das Mittagessen nahmen wir beim Wohnwagen ein und danach erholten wir uns unter der Markise.
Am Nachmittag gingen wir in den Textilbereich und leisteten uns in der Eisdiele einen Bananensplit. Wir erhielten eine Riesenportion, 6 Sorten Eis und jede Menge Schlag um unglaublich günstige 3,50 Euro! Auch die Getränke wären hier recht billig: 1,50 Euro für einen halben Liter Saft gespritzt!
Eigentlich wollten wir noch in das eine oder andere Becken steigen, uns war dann aber fast zu viel los in diesem Bereich, dem Textilbereich!
Wir spazierten also wieder retour zum FKK-Bereich und wurden dort vom Automaten, in den man die Karte stecken muss, nicht eingelassen! Zwischen zwei Eintritten müssen nämlich zwei Stunden vergangen sein! Das "Problem" wurde unverzüglich von den freundlichen Damen an der Rezeption behoben und 10 Minuten später waren wir wieder im warmen Wasser und liesen es uns gut gehen!
Zum Abendessen spazierten wir in den Ort und kamen nach ca. 300 Metern zur Pizzeria "Picasso".
Ich probierte Bograc (Fleischeintopf nach Prekmurje-Art) und bekam eine Riesenportion desselben in einem stilgerechten Topf serviert! Dazu gab es warmes Brot - wieder ausgezeichnet gespeist.
Der Bograč hat seinen Namen nach dem Kessel erhalten, in dem er ursprünglich über der offenen Feuerstelle gekocht wurde. Diese alte Speise wurde in Zeiten, in denen das Fleisch knapp wurde, immer seltener zubereitet, erlebt aber nun ein Revival. Die Tradition des Bograč-Kochens ist in Prekmurje sehr präsent. Die Einheimischen sind stolz darauf, dass im Bograč sehr viel Fleisch steckt, sogar dreierlei verschiedene Sorten, was dem Gericht einen besonderen Geschmack verleiht. Die Kartoffeln tragen auch ihren Teil zum Geschmack bei. Wie viel Zwiebel und Paprika (Paprikaschote und Paprikapulver) und andere Gewürze enthalten sein sollten, bleibt das Geheimnis eines jeden Kochs.
Als Dessert versuchten wir Gibanica , eine Süßspeise mit Mohn, Nüssen und Topfen, warm serviert - ein Gedicht!
Beim bezahlen ging dann ein Gewitter nieder, das es in sich hatte. Der Regen kam schräg daher, ein Sturm wütete und binnen Minuten stand die Terasse des Gasthauses unter Wasser! Wir warteten erst mal ab und nach 15 Minuten war der Spuk vorbei!
Am Rückweg zum Campingplatz wurde die Gegend immer wieder von Blitzen erhellt! Wir kamen trocken beim Wohnwagen an und mussten feststellen das hier alles was draußen war komplett nass geworden ist! Auch bei der (offenen) Dachluke kam Wasser durch das Insektennetz! Nicht viel aber getunkt werden musste!
Der Regen hielt wieder die ganze Nacht an.
Am Sonntag bezahlten wir gleich nach dem Frühstück unsere Rechnung: 68,00 Euro für 2 Nächte inklusive Strom (3,50/N) und Ortstaxe (0,50/N/P), - 10 % CCI! Da kann man nichts meckern!
Gegen 10:00 Uhr stellten wir den Wohnwagen vor den Campingplatz um uns nur mit dem Auto die nähere Umgebung von Banovci anzusehen. Wir fuhren zuerst nach Verzej zur einzigen slowenischen Schiffmühle die noch existiert: "Mlin na muri". Die Mühle der Familie Babic ist noch in Betrieb!
Anschließend fuhren wir nach Ljutomer. Wir besichtigen die gotische Kirche Sveti Janez Krstnik, sahen uns ein wenig die Altstadt an und bummelten über den großen Stari trg, den "Hauptplatz".
Als nächstes schauten wir uns Jeruzalem an. Der Ort wurde im 13. Jhdt. von deutschen Ordensrittern gegründet. Wir besichtigten die Kirche der Schmerzhaften Muttergottes und genossen die Aussicht auf die Weinberge!
Danach fuhren wir nach Banovci zurück und holten den Wohnwagen. Unser letzter Stopp in Slowenien war in Boraceva bei Radenci. Hier speisten wir im Restaurant "Bistro Piccolo" noch einmal hervorragend zu Mittag!
Es war ein schönes Wochenende in Slowenien, mit viel heißem Wasser und reichlich Kulinarischem!
Ein paar Worte zur Therme:
Es gibt im Inneren mehrere Becken, diese sind aber nicht getrennt, soll heißen: da ist überall das gleiche Wasser drinnen. Der Innenbereich ist auch nicht besonders groß. Mir persönlich ist das Wasser auch nicht besonders warm vorgekommen!
Vom Innenbereich kann man auch nicht, wie sonst bei den meisten Thermen üblich, nach draußen schwimmen! In den Außenbereich kommt man also nur zu Fuß! Das stelle ich mir in der kälteren Jahreszeit nicht so toll vor.....
Für die Sauna muss man extra bezahlen: 9,80 Euro.
Im Außenbereich gibt es mehrere Becken, unter anderem ein Sportbecken, ein "richtiges" Thermalbecken, trüb, mit echt heißem Wasser, mehrere Whirlpools und sonstige Sitzgelegenheiten mit Sprudel und Unterwassermassage. Außerdem sind Rutschen vorhanden wo sich die Kinder austoben können und es gibt ein Kleinkinderbecken!
Ein Mitarbeiter misst regelmäßig die Temperatur der Becken!
Absolut top und für uns perfekt war der FKK-Thermenbereich. Diese Becken sind ein Traum. Hier war nichts überfüllt/überlaufen, hier konnte man sich rühren. Es war auch sehr ruhig hier - echt angenehm!
Es gab Massageliegen im Wasser, Whirlpools und ein Abkühlbecken in "Kneippart"!
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